Siegendorf im Burgenland, Seehöhe 174m, liegt nur 15 km vom Neusiedler See, dem größten Steppensee Mitteleuropas, 8 km von Eisenstadt und 5 km von der ungarischen Grenze (Ödenburg) entfernt, am südöstlichen Rand der Wulkaebene.
Dieser Fremdenverkehrsort der Region Neusiedler See ist wegen des äußerst milden Klimas, der überdurchschnittlich hohen Zahl an Sonnentagen und der schönen Lage ein begehrtes Urlaubsziel für jedermann.
Der Ort wurde erstmals 1254 n. Chr. erwähnt.
Bei vielen Gelegenheiten tritt das Tamburizzaorchester in seiner schmucken Volkstracht auf und gibt musikalische Darbietungen in kroatischer und deutscher Sprache zum Besten.
Zur Erholung trägt das im Juni 2002 neu eröffnete, jetzt solargeheizte, Siegendorfer Freibad bei. Hier finden Klein und Groß alles was ein modernes Schwimmbad mit sich bringen muss. Es gibt einen Sprungturm, eine Breitrutsche, ein Kinderplanschbecken, große Liege- und Spielwiesen, ein Restaurant, Beachvolleyballplätze und einen großen Gratisparkplatz.
Der Urlauber hat die Möglichkeit von Siegendorf ausgehend das "Radlerparadies" Burgenland zu erforschen, wo man auf autofreien Radwegen hunderte Kilometer zurücklegen kann.
Für Pferdesportbegeisterte gibt es in nächster Umgebung mehrere Reitställe zu besuchen und "hoch zu Ross" die herrlichen Landschaften: erkunden.
Auf bestens markierten Wanderwegen gelangen Sie über Weingartenriede, Wald und pußtaähnliche Landschaft zu den Naturschutzgebieten und zum Freilichtmuseum (spätbronzezeitliche Hügelgräber).
Siegendorf ist ein bekanntes Weinanbaugebiet für Rot- und Weißweine. Diese werden in den Buschenschenken zum Ausschank gebracht.
Von Siegendorf aus können zahlreiche interessante Ausflüge unternommen werden z.B.:
Eisenstadt (Landesmuseum, Josef Haydngrab - Bergkirche, Schloss Esterhazy)
Neusiedler See mit seinen Nationalparks
Rust
Mörbisch mit seinen Seefestspielen
St.Margarethen (Römersteinbruch, Passionsspiele)
Burg Forchtenstein (Burgspiele)
Wien (56 km)
Ödenburg (Ungarn 5 km)
Wir würden uns reuen auch Sie einmal bei uns begrüßen zu dürfen.
Einfach Liebenswert - Einfach Lebenswert.
Für S
Im Mittelalter, Blütezeit der eudalherrschaft, gehörte Siegendorf, bis 1456 noch stets "Peresnje" genannt, dem Condottiere Ulrich von Grafeneck, und 1482 wird der Besitz der Herrschaft Landsee angeschlossen.
1529-1532 entvölkerte der Türkensturm unsere Gegend. In der Folge bemühten sich die Grundherren, die leeren Höfe wieder zu besiedeln. Da dies aus dem traditionellen Zuwanderungsgebiet im Westen nicht möglich war, holten sie Kroaten ins Land. Die Leute kamen aus dem westkroatischen-dalmatinischen Bereich und sprachen bzw. sprechen "cakavische" Mundart.
Ab 1548 war der Stadthauptmann von Sopron, Hans von Weißpriach, Herr über Siegendorf, und 1550 verkaufte er den Ort seinem Verwandten Erasmus Teufel, einem Rittmeister aus Sopron.
1612 kommt Siegendorf mit der Herrschaft Landsee in den Besitz der Familie Esterhazy, und bis ins Jahr 1860 ändert sich nichts an diesem Besitzverhältnis.
Das Jahr 1620 gilt als das Baujahr der Siegendorfer Kirche. Aber erst 1659 ist eine neue Kirche vorhanden. Die Säulen im Bereich der Sakristei tragen die Jahreszahl 1666.
Im Jahre 1683 wird Siegendorf von den anstürmenden Türken stark verwüstet. Während sich Wien heldenhaft wehrte, verheerten türkische Heerscharen die Landschaft um den Neusiedler See.
Im Jahr 1745 wurde inmitten des Ortes die sogenannte "Johanneskapelle" erbaut, die folgende Inschrift ziert: "TISE KOBELN HAT ERBAVT EIN GANZE GEMEINE". Bemerkenswert daran ist, dass trotz überwiegend kroatischer Bewohner die Inschrift in Deutsch verfasst wurde.
Im Jahre 1835 vernichtete ein verheerender Brand, der in Siegendorf wütete, 146 Häuser, die Kirche, das Pfarramt und die Johanneskapelle. In den darauffolgenden Jahren wurde die Kirche, die früher mit Holzschindeln gedeckt war, restauriert und mit Ziegeln eingedeckt.
In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts gaben dann zwei Persönlichkeiten Siegendorf das besondere Gepräge: Anton Herits und Conrad Patzenhofer.
Zu Beginn des 20. Jhdts. war Siegendorf, nicht zuletzt wegen der Zuckerfabrik, ein aufstrebender Ort. Aber durch den Ersten und dann speziell durch den Zweiten Weltkrieg - Siegendorf hatte 78 bzw. 112 Gefallene und über 40 Vermisste zu beklagen - wurde die gesamte Ortstruktur zerstört. Daran lässt sich ermessen, welche Aufbauarbeit in Siegendorf seit dem letzten, weltgeschichtlichen Ereignis geleistet wurde bzw. welchen Eifer und Elan die Siegendorferinnen und Siegendorfer in den vergangenen Jahren aufgebracht haben, um den Ort in seiner heutigen Schönheit und Qualität entstehen zu lassen.